E-Commerce · 8 Min. Lesezeit
Wie Sie die richtige E-Commerce-Plattform wählen
Fertige Lösung oder Eigenentwicklung? Die Entscheidung sollte sich danach richten, wo Sie in zwei Jahren stehen, nicht wo Sie heute stehen.
01Klären Sie zuerst, was Sie verkaufen
Eine Boutique mit zehn Artikeln und ein Großhändler mit tausenden Varianten haben nicht denselben Bedarf. Artikelzahl, Variantenstruktur, Bestandsführung und Versandregeln entscheiden über die Plattform. Wie die Verwaltung aussieht und wie viele Vorlagen es gibt, kommt viel später.
02Der eigentliche Vorteil fertiger Plattformen ist Tempo
Mit einer fertigen Lösung verkaufen Sie binnen Wochen; Zahlung, Versand und Sicherheit kommen mit, die Wartung liegt nicht bei Ihnen. Dafür können Sie nur so weit anpassen, wie die Plattform es zulässt. Für die meisten Unternehmen ist diese Grenze lange kein Problem — den Tag, an dem sie es wird, sollte man dennoch einplanen.
03Wann sich eine Eigenentwicklung lohnt
Bei einem außergewöhnlichen Bestellablauf, tiefer Anbindung an ein eigenes ERP oder einem ungewöhnlichen Preismodell stehen fertige Plattformen ständig im Weg. Dann startet eine Eigenentwicklung teurer und endet günstiger. Der Maßstab ist nicht der Preis, sondern ob Ihr Geschäftsmodell dem Standard entspricht.
04Fragen Sie jetzt nach den Ausstiegskosten
Die selten gestellte und am teuersten zu ignorierende Frage lautet: Wie bekomme ich meine Daten heraus, wenn ich gehen will? Lassen sich Artikel, Kunden und Bestellhistorie exportieren? Eine ohne diese Antwort getroffene Wahl schränkt jede spätere Entscheidung ein.
05Rechnen Sie die Gesamtkosten
Der Monatstarif ist nur die Spitze des Eisbergs. Transaktionsgebühren, zusätzliche App-Abos, Vorlagen- und Integrationsarbeiten verändern das Bild. Vergleichen Sie über die jährlichen Gesamtkosten, nicht über den Monatspreis.
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