KI & Automatisierung · 5 Min. Lesezeit
Wo sollten kleine Unternehmen mit künstlicher Intelligenz anfangen?
Eine Investition in künstliche Intelligenz verlangt kein großes Budget — sie verlangt den richtigen Startpunkt. Drei Einsatzfelder, die sich in kleinen Teams am schnellsten auszahlen.
01Nicht das Werkzeug wählen, sondern das Problem
Die meisten KI-Projekte beginnen mit der falschen Frage: „Welches Werkzeug setzen wir ein?“ Die richtige Frage lautet: „Wofür verbraucht unser Team die meisten Stunden pro Woche?“ Notieren Sie eine Woche lang alle Aufgaben, die sich wiederholen. Immer dieselben Anfragen beantworten, Daten von Hand aus einem System in ein anderes übertragen, jeden Monat denselben Bericht neu erstellen … Der Wert einer Automatisierung steckt in dieser Liste.
02Mit der Kundenkommunikation beginnen
In kleinen Teams liegt der sichtbarste Gewinn meist in der Kundenkommunikation. Der größte Teil der eingehenden Fragen lässt sich auf wenige Themen zurückführen: Preis, Lieferzeit, Verfügbarkeit, Rückgabe. Ein Assistent, der diese Fragen in der Sprache Ihrer Marke beantwortet, arbeitet auch außerhalb der Geschäftszeiten und hält Ihrem Team den Rücken frei für die Gespräche, die wirklich einen Menschen brauchen. Entscheidend ist, dass der Assistent weiß, wann er an eine Person übergeben muss.
03Wissen, wohin Ihre Daten gehen
Bei jedem Werkzeug, das mit Kundendaten arbeitet, lautet die erste Frage, wo diese Daten verarbeitet und gespeichert werden. Begrenzen Sie in Prozessen mit personenbezogenen Daten, welche Informationen überhaupt an das Werkzeug gelangen, und legen Sie die Speicherfristen eindeutig fest. Das ist kein Detail für das Projektende, sondern eine Entscheidung, die am ersten Tag fallen muss.
04Den Gewinn in Stunden messen
Der einfachste Weg herauszufinden, ob eine Automatisierung etwas bringt, ist der Vergleich des Zeitaufwands davor und danach. Halten Sie vor der Einführung fest, wie viele Stunden pro Woche die Aufgabe bisher kostet, und wiederholen Sie dieselbe Messung einen Monat später. Zeigt sich kein Zeitgewinn, ist nicht das Werkzeug falsch, sondern der gewählte Prozess — gehen Sie zurück und nehmen Sie sich den nächsten Punkt auf der Liste vor.
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