E-Commerce · 6 Min. Lesezeit
Fünf konkrete Korrekturen, die Ihre Conversion Rate im E-Commerce erhöhen
Wenn Traffic da ist, aber keine Verkäufe kommen, liegt das Problem selten an der Werbung — meistens liegt es am Shop selbst. Die fünf Engpässe, die uns in der Praxis am häufigsten begegnen, und was dagegen hilft.
01Erst messen, dann ändern
Eine Conversion-Optimierung mit Vermutungen zu beginnen, ist der teuerste Weg. Der erste Schritt ist, jede Stufe des Kauftrichters zu messen: Wie viele der Personen, die ein Produkt sehen, legen es in den Warenkorb? Wie viele davon starten den Checkout, und wie viele schließen ihn ab? Ohne diese drei Quoten bleibt jeder Eingriff ein Schuss ins Dunkle. In den meisten Shops sammelt sich der größte Verlust an genau der einen Stufe, die alle übersehen.
02Seitengeschwindigkeit ist eine Gestaltungsentscheidung
Eine Produktseite, die mobil länger als drei Sekunden zum Laden braucht, verliert einen erheblichen Teil der Besucher, bevor diese überhaupt etwas vom Inhalt sehen. Geschwindigkeit ist dabei meist keine Server-, sondern eine Designfrage: nicht optimierte Bilder, überflüssige Schriftschnitte, Skripte von Drittanbietern, die auf jeder Seite mitlaufen. Bilder in moderne Formate zu überführen und ungenutzte Skripte zu entfernen, bringt in den meisten Shops schon für sich genommen einen messbaren Unterschied.
03Jedes zusätzliche Feld im Checkout kostet Abschlüsse
Jedes Pflichtfeld im Bestellformular senkt die Abschlussquote ein Stück weit. Streichen Sie alle Felder, die Sie nicht wirklich brauchen, und halten Sie den Gastkauf in jedem Fall offen. Versandkosten und Lieferzeit gehören nicht in den Bezahlschritt, sondern auf die Produktseite — Kosten, die erst im Warenkorb auftauchen, sind der häufigste Grund für abgebrochene Bestellungen.
04Vertrauenssignale sichtbar machen
Wer zum ersten Mal bei einer Marke bestellt, sucht vor der Eingabe seiner Kartendaten Antworten auf ein paar Fragen: Kann ich zurückgeben? An wen wende ich mich, wenn etwas schiefgeht? Diese Angaben dürfen nicht hinter einem Link im Fußbereich verborgen bleiben. Rückgabebedingungen, Lieferzeit und ein Kontaktweg gehören in die Nähe des Kaufbuttons — in schlichter, klarer Sprache.
05Änderungen einzeln testen
Wenn Sie fünf Dinge gleichzeitig ändern, erfahren Sie bei einer steigenden Quote nie, welches davon gewirkt hat. Bringen Sie die Änderungen in eine Reihenfolge und messen Sie jede für sich, bis genügend Daten zusammengekommen sind. Conversion-Optimierung ist kein einmaliges Projekt, sondern eine feste Routine; der eigentliche Ertrag entsteht aus kleinen Verbesserungen über mehrere Monate hinweg.
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